Donnerstag, 22. Februar 2018
Notruf: 112

Hitze

 

 

Ab Tageshöchsttemperaturen von 30 Grad spricht man von einem heißen Tag. Jedoch ist Wärmebelastung nicht allein per Thermometer erkennbar. Sie wird mittels der Gefühlten Temperatur bewertet, eine Größe, die alle den Wärmehaushalt des Menschen bestimmenden Faktoren berücksichtigt. Man schätzt, dass während der Hitzeperiode im Sommer 2003 in Deutschland mehrere tausend Menschen in Folge der hohen Temperaturen gestorben sind. Insbesondere Ältere und Kranke aber auch Säuglinge und Kleinkinder sind bei solchen Hitzeperioden gefährdet.
   

Schwüle

Bei warmen Temperaturen, schwachem Wind und hoher Luft-feuchtigkeit, spricht man von Schwüle. Große Schwülewerte werden als extrem unbehaglich empfunden, weil die natürlichen Anpassungs-vorgänge des Organismus oft nicht ausreichen, um z.B. durch Schweißverdunstung dem Körper Wärme zu entziehen und damit abzukühlen.

 

Warnungen

Informieren Sie sich über Radio, Fernseher oder Internet.Der Deutsche Wetterdienst warnt die Öffentlichkeit ab erhöhtenWerten der Gefühlten Temperatur.Diese amtlichen Warnungen richten sich besonders an ältere oder kranke Menschen, da hier schneller eine Hitzebeeinträchtigung auftritt. Denken Sie auch an Alleinstehende, die Ihrer Hilfe bedürfen oder an Säuglinge und Kleinkinder. Vergessen Sie nicht Ihre Haustiere. Bedenken Sie auch, dass die Temperatur im Innern eines geparkten Autos schnell über 50° Celsius steigen kann.

 

Vorbeugung

Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Gesundheitsamt, Ihrer Apotheke oder bei Ihrem Arzt nach den für Sie speziell empfohlenen Verhaltensmaßnahmen bei Hitze- und Schwülebelastungen. Dies gilt insbesondere wenn Sie Medikamente nehmen oder unter Herz-Kreislaufschwäche leiden.

 

Alarmzeichen

Bei Krämpfen in Armen und Beinen oder Bauch, Schwindel, Schwäche und Schlafl osigkeit oder bei Anzeichen für Austrocknung rufen Sie umgehend einen Arzt. Als erste Hilfsmaßnahme bringen Sie die betroffene Person an einen schattigen, kühlen Ort, lockern Sie ihre Kleidung und geben sie ihr Mineralwasser zu trinken.

 

• tragen Sie lockere Kleidung

 

• trinken Sie mindestens 2 - 3 Liter pro Tag, möglichst

Mineralwasser oder verdünnte Säfte

 

• vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke und Alkohol

 

• nehmen Sie möglichst nur leichte Kost zu sich

 

• decken Sie Ihren Mineralverlust, zum Beispiel durch

salzhaltige Lebensmittel

 

• vermeiden Sie körperliche Anstrengungen

 

• suchen Sie Schatten auf

 

• tragen Sie in der Sonne stets eine Kopfbedeckung

 

• legen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten im Freien

möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden

 
Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe / Hitze - Vorsorge und Selbsthilfe.pdf

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